Geschichte

20. August. 2015

Geschichte der Speedweek

Die German Speedweek blickt auf eine rasante Geschichte zurück...

German Speedweek Damals

Bereits 1998 gab es die erste German Speedweek im damaligen Motopark Oschersleben mit 27 Teams. Die erste Ausgabe der heutigen Kultveranstaltung begann noch als 24-Stunden Rennen. Es war das erste nationale 24-Stunden Rennen nach 35 Jahren Pause. Aus Angst, dass nicht genug Fahrer das Ziel erreichen würden, gab es die Regelung, dass während des Rennens ausgeschiedene Teams ihr Motorrad reparieren und dann weiterfahren durften. Bei dem mit vorwiegend lokalen Fahrern besetzten Rennen kamen schon im ersten Jahr knapp 60.000 Zuschauer. Im zweiten Jahr folgte die Beförderung zum offiziellen Langstrecken-Weltmeisterschaftslauf.

In den folgenden Jahren gab es neben zahlreichen spektakulären Überholmanövern, atemberaubenden Positionskämpfen und spannenden Endphasen auch das ein oder andere Ereignis zum Schmunzeln. 2003 kam es zu tierischen Vorkommnissen als sich ein kleiner Hase in eine Yamaha R6 stürzte, was für ihn tödlich endete. Dazu war ein chinesisches Team der Meinung, dass Unfallverursacher geköpft werden müssten – oder zumindest ein Huhn. Mit dem enthaupteten Huhn als Glücksbringer zogen sie dann stolz durch die Boxengasse.

2004 entstand das Motto „Nur die harten kommen durch“. Bei extremen Wetterbedingungen war ein junger Fahrer auf einer Rettungsstraße zu schnell unterwegs gewesen und so endete seine Fahrt in einem Bewässerungsteich – ein entsprechendes Warnschild steht bis heute an besagter Stelle.

Eine große Änderung folgte zum zehnjährigen Jubiläum, als das Hauptrennen 2008 erstmals von 24 Stunden auf 8 Stunden gekürzt wurde. Ein besonderer Gast in diesem Jahr war Michael Schumacher, der auf einer Holzhauer Honda startete.
Das kürzeste Rennen der Geschichte fand 2009 statt. Nach 6:40 Stunden musste das Rennen aufgrund einer starken Unwetterfront zur Sicherheit der Fahrer und Zuschauer abgebrochen werden musste.

German Speedweek Heute

Das achtstündige Hauptrennen der Veranstaltung ist ein offizieller Lauf der FIM Endurance Weltmeisterschaft. Es ist das einzige Rennen dieser Langstrecken-Weltmeisterschaft in Deutschland. Das Starterfeld darf aus bis zu 56 Motorrädern bestehen. Pro Motorrad wechseln sich zwei bis drei Fahrer über die Renndistanz ab. Ziel ist es, in den acht Stunden Rennzeit eine möglichst große Distanz zurückzulegen.

Besonders spektakulär ist das Rennen auch durch seinen Le-Mans-Start, der heutzutage im Motorsport nur noch selten zu finden ist. Im Gegensatz zum klassischen GrandPrix-Start, müssen die Fahrer beim Le-Mans-Start zuerst zu ihrem Motorrad rennen, bevor sie losfahren können.

Das Rennen ist in drei Klassen eingeteilt. Diese starten alle zusammen, werden aber am Ende getrennt gewertet. Die Hauptklasse, bei der es um den Weltmeistertitel geht, ist die Formula EWC. In dieser Klasse messen sie die besten Langstreckenfahrer auf 1.000er Maschinen mit mehr als 200 PS.

In der Stocksport-Klasse treten Maschinen an, die nur minimal modifiziert wurden. Das bedeutet, dass die wichtigsten technischen Aspekte so beibehalten werden müssen, wie sie bei der Auslieferung durch den Hersteller sind. Die Teams in dieser Klasse fahren um den FIM Endurance World Cup.

Die dritte und letzte Klasse ist die Open-Klasse. Diese ist vorwiegend national besetzt und öffnet das Rennen für eine größere Markenvielfalt. Auch in dieser Klasse kann man sich auf spannende Positionskämpfe freuen.

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