IDM Supersport 600

12. August. 2014

IDM Supersport 600

(Anke Wieczorek)Die Internationale Deutsche Motorradmeisterschaft läuft auf Hochtouren. Seit zwei Jahren wird Deutschlands höchste Straßenrennsportserie, die inzwischen SUPERBIKE*IDM heißt, nicht mehr vom Deutschen Motorsport Bund (DMSB) durchgeführt. Er hat mit der Prädikatsvergabe immer noch die sportliche Hoheit. Die Organisation und Vermarktung liegt jedoch bei der MotorEvents HMP GmbH, hinter der mit Josef Hofmann, Josef Meier und Bert Poensgen drei gestandene Herren stehen, die sich in der Rennsportszene bestens auskennen, mit Leidenschaft dafür arbeiten und immer für Überraschungen gut sind. Im Rahmen der FIM Endurance-WM in der etropolis Motorsport Arena präsentiert die SUPERBIKE*IDM die integrierte Supersport-Klasse mit ihren 600 ccm-Motorrädern.

Wie der Name schon sagt, ist das zentrale Thema in der SUPERBIKE*IDM natürlich  die Superbike-Klasse. Aus der Top-Kategorie werden einige Vertreter am 8-Stunden-Renne  mit Weltmeisterschaftsstatus teilnehmen: Erwan Nigon, Damian Cudlin, Vincent Philippe.  

Eine feste Bank in der SUPERBIKE*IDM ist aber genauso die Supersport-Klasse. Hier treffen 600 ccm-Motorräder verschiedener Marken aufeinander. Die Serienmotorräder gibt es auch beim Händler zu kaufen, nur wurden sie für den Rennsport aufgepeppt, was sich aber in Grenzen halten muss. 2014 führt der Weg zum Titel in der hartumkämpften Kategorie über Roman Stamm (Kawasaki Schnock Team Shell Advance und Marvin Fritz (Bayer-Bikerbox). Der Yamaha-Fahrer aus Gundelsheim  startete mit einer überwältigenden Performance in die neue Saison und meldete sich nach der sportlichen Talsohle im vergangenen Jahr wie Phönix aus der Asche im SUPERBIKE*IDM-Fahrerlager zurück und hielt die deutsche Fahne hoch. Nur Roman Stamm konnte seinen Durchmarsch in Richtung Titel bremsen und zu Beginn der zweiten Saisonhälfte auf dem Schleizer Dreieck nahm ihm der Schweizer  erstmals die Führung in der Gesamtwertung ab. Stamm ist seit mehr als zehn  Jahren in der IDM aktiv und will als Supersport-Vize von 2013 endlich auch den Titel haben. In Oschersleben setzt sich der 37-jährige einer Doppelbelastung aus, denn am Samstag wechselt er kurzerhand seinen Untersatz und treibt beim 8-Stunden-Rennen mit WM-Status die 1000er-Kawasaki des Bolliger-Teams um die Ecken.

Am Sonntag widmet er sich dann wieder ganz dem Supersport-Titelkampf. Während sich Stamm und Fritz ein Kopf-an-Kopf-Duell liefern und die finale Entscheidung wohl unter sich ausmachen werden, geht es um die Vergabe der weiteren Plätze äußerst turbulent zu. Die internationale Mischung mit Stefan Kerschbaumer (Yamaha, Österreich), Tatu Lausletho (Finnland, Suzuki), Vittorio Iannuzzo (Italien, Suzuki), Pepijn Bijsterbosch (Niederlande, Yamaha) schenkt sich keinen Zentimeter. 

Übrigens: Falls Sie eine Moto2-Rennmaschine auf der Strecke entdecken, haben Sie richtig gesehen. Die Grand-Prix-Renner sind genauso startberechtigt wie Eigenbauten der Open-Kategorie. Voraussetzung: sie erfüllen die Hubraumkriterien und Geräuschlimits der Klasse Supersport 600. Meisterschaftspunkte erhalten sie allerdings nicht.

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