Serieninfos

14. März. 2018

IDM Superbike

Die Ampel steht auf Grün. Mit der IDM Superbike 1000 rollt Deutschlands höchste Klasse im Motorradstraßenrennsport an den Start.  Superbikes – das sind die Giganten der Rennstrecke. Es handelt sich um käufliche Motorräder, die für die Meisterschaft hochgezüchtet werden. Das Reglement ist an die internationalen FIM Stocksport-Regeln angelehnt, hat aber noch ein paar Freiheiten mehr. Erlaubt sind zum Beispiel eine Kit-Elektronik oder Umbauten an der Federgabel und im Bremssystem.  Um die Kosten nicht in schwindelige Höhen schießen zu lassen, sind die Preise gedeckelt.

In der Superbike-Klasse geht es richtig zur Sache. Fünf Marken sind in der deutschen Top-Klasse vertreten: BMW Motorrad, Honda, Kawasaki, Suzuki und Yamaha. An vorderster Front bleibt die Klasse die Spielwiese der Werksteams. Es wird ein Mega-Aufwand betrieben, um den Titel zu gewinnen. Wobei es dabei durchaus Überraschungen geben kann. Vor zwei Jahren wurde Marvin Fritz in einem kleinen Privatteam mit einem Budget der Meister. Durch die Einschränkungen im Reglement ist jetzt mehr Chancengleichheit gegeben.

Wie immer geht es auch 2018 äußerst international in der IDM Superbike 1000. Die Fahrer kommen aus aller Welt. Zu den Titelfavoriten zählt Mathieu Gines aus Frankreich. Er war schon zwei Jahren erfolgreich, führte eine Zeit lang sogar die Gesamtwertung an, kollidierte in Schleiz aber mit einer Pylone und fiel für den Rest der Saison verletzungsbedingt aus. Jetzt kehrt er auf Kawasaki zurück. Yamaha verspricht sich viel von der voraussichtlichen Neuverpflichtung des Niederländers Danny de Boer, der vor einem Jahr als einziger Fahrer den so überragenden Markus Reiterberger schlagen konnte. Suzuki hat sich mit dem Ex-Superbike-WM-Piloten Dominic Schmitter einen Schweizer geangelt. Honda setzt weiter auf den Tschechen Jan Halbich, der so fit und so schnell wie noch nie ist. BMW könnte mit seinem Aufgebot für viel Bewegung sorgen. Die Nachfolge des überragenden Meisters Markus Reiterberger von 2017 und dessen Teamkollegen Jan Bühn im alpha Racing-Van Zon-BMW-Team, die beide in den 1000 cm-EM aufgestiegen sind, treten Julian Puffe, Christof Höfer und der Ukrainer Illias Mykhalchyk an. Damit schickt die Meister-Crew drei absolute IDM-Neulinge auf der BMW S 1000 RR ins Rennen. Vorsicht: Mykhalchyk könnte sich als Granate erweisen. Der 21-Jährige kommt aus den Top Ten der 1000 ccm-Europameisterschaft und wurde im Finale von Jerez 2017 ganz locker Zweiter hinter dem damaligen Gastfahrer und Sieger Markus Reiterberger. Mehr als 20 Fahrer haben sich permanent für die Saison 2018 in der IDM Superbike 1000 angemeldet, darunter auch eine schnelle Dame: Lucy Glöckner auf Kawasaki. Sie hat schon vielen Männern gezeigt, wo der Hammer hängt.
Die Karten sind nun völlig neu gemischt. Auch die vielen Privatteams haben eine Chance. Neben dem Erfolg gehört auch viel Glück dazu vorne mitzumischen. In der IDM Superbike 1000 wird ausschließlich auf Slicks oder Regenreifen von Pirelli gefahren. Neu ist, dass ab sofort das Mindestgewicht von 170 Kilogramm zu jedem Zeitpunkt der Veranstaltung gilt. Wieder eingeführt wurde die Zweitmotorrad-Regelung. Das heißt: Bei einem durch die technischen Kommissare bestätigten Totalschaden des ursprünglich angemeldeten Einsatzfahrzeugs darf ein Ersatzmotorrad benutzt werden, das zuvor von der Technik-Kommission abgenommen werden muss. 

In der IDM Superbike 1000 geht es richtig zur Sache, auf und neben dem Motorrad.

 

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